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Ghostwriter: Die Karriere-„Macher“

Ein Ghostwriter (dt.: Geistschreiber) ist jemand, der – zumeist anonym – für eine andere Person Texte verfasst, die im Namen des Auftraggebers veröffentlicht werden. Im Wesentlichen muss Ghostwriting von zwei weiteren Formen des Schreibens unterschieden werden: Plagiarismus und dem Schreiben unter einem Pseudonym.

Bei einem Plagiat wurde bewusst von einem bereits veröffentlichten Werk kopiert. Sobald ein Autor ein selbst verfasstes Werk unter einem anderen, fiktiven Namen veröffentlicht, bezeichnet man dies als Schreiben unter einem Pseudonym.

Rechtliche Grundlagen für Ghostwriter

Wenn ein Ghostwriter gesucht wird, ist Diskretion oberste Priorität. Obwohl innerhalb der letzten Jahre mehr und mehr v.a. Prominente offen zugeben, einen Ghost Writer für ihr Buch verwendet zu haben, so bietet das Offenbaren dieser Tatsache noch die Ausnahme. Und das mit gutem Grund. Denn im akademischen Ghostwriting bestehen rechtliche Richtlinien, die die Arbeit als Ghostwriter erschweren.
Ghostwriting macht den Doktortitel für jeden möglich, was ein (dunkel)grauer Bereich ist und rechtlich gesehen, geahndet werden kann. Daher ist es besonders wichtig, zwischen legalen und den illegalen Ghostwriting Jobs zu unterscheiden. In erster Linie macht sich der Auftraggeber eines Ghostwriters strafbar, wenn er eine eidesstattliche Erklärung unterschreibt die besagt, dass die vorliegende Arbeit eigenständig angefertigt wurde. Die Abgabe einer solchen Erklärung wird bei Diplom-, Master-, Bachelor- und Doktorarbeiten von vielen Universitäten verpflichtend verlangt.

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Der Ghostwriter hingegen macht sich strafbar, wenn er wissentlich ein Werk im Namen eines anderen schreibt, das dem Auftraggeber zu einem akademischen Titel verhilft. „ZEIT Online“ führte ein Gespräch mit einem Ghostwriter. Dieser bekommt die Aufträge über eine Ghostwriter Agentur vermittelt. Für wen und für welchen Zweck er schreibt, weiß er nicht und will er nicht wissen. Die Unwissenheit dient seinem eigenen Schutz. Er behauptet: „Ich würde keine Arbeit schreiben, wenn ich sicher davon ausgehen müsste, dass sie zu diesem Zweck missbraucht wird“.

Allerdings gibt es im Rahmen des akademischen Ghostwritings kontroverse Meinungen, da sich Professoren und Doktoren bekanntermaßen – und anerkanntermaßen – häufig Inhalte von studentischen Mitarbeitern zusammenstellen lassen. Dies ist gängige Praxis und nicht als illegal angesehen.

Ghostwriting als Karriere

In Deutschland gibt es gemäß einem Bericht in „Spiegel Online“ nur eine Handvoll von Ghostwriting Agenturen. Wird ein Ghostwriter gesucht, wendet man sich in der Regel an eine Agentur, die die Vermittlung an einen qualifizierten Ghostwriter übernimmt. Dieser kennt die Identität seiner Auftraggeber zumeist nicht. Ihm wird lediglich das Fachgebiet und gegebenenfalls die Aufgabenstellung mitgeteilt.

Obwohl es für eine Karriere als Ghostwriter formal keine Voraussetzungen gibt, muss ein Talent für Literarisches vorhanden sein. Zudem sind fachspezifische Kenntnisse für spezielle Aufträge erforderlich. Wenn für eine Bachelorarbeit Ghostwriter gesucht werden, ist das Beherrschen der wissenschaftlichen Arbeitsweise unumgänglich. Demnach sollte der Ghostwriter in der Regel ein Hochschulstudium abgeschlossen haben. Selbst wer als Ghostwriter Hausarbeiten verfasst, sollte den Anforderungen einer Hochschule entsprechen. Denn obwohl Hausarbeiten keine akademischen Abschlussarbeiten sind, so sind sie die Vorbereitung für diese und unterliegen den gleichen strengen Regeln. Sie unterscheiden sich lediglich im Umfang von Diplom-, Master- und Bachelorarbeiten.

Einen Ghostwriter engagieren

In einigen Bereich ist die Inanspruchnahme von Ghostwritern üblich, insbesondere bei biografischen Werken. Ghostwriter Preise im Bereich des autobiografischen Schreibens variieren zum Teil stark von akademischen Arbeiten. Art und auch Umfang des Endproduktes sind somit entscheidend für den veranschlagten Preis.

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Fazit

Ghostwriter sind wahre Karriere-Macher – allerdings für andere Menschen. Während das Talent und Können der eigentlichen Autoren nicht offenbart wird, dürfen sind andere über Titel und Karriere freuen.

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